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Chiropraktik - Gelenke einrichten mit der Hand *

Die Chiropraktik ist eine manuelle Heilmethode zur Justierung der Gelenke. Sie ist bereits seit Jahrtausenden bekannt, aber erst seit 1895 ein eigenständiger Beruf. Chiropraktiker arbeiten selbständig und bekommen ihre Patienten nicht durch Überweisung von einem anderen Mediziner. Als Begründer der modernen Chiropraktik gilt Daniel David Palmer aus Davenport, Iowa, der 1897 den ersten Lehrstuhl gründete. Aufgabe der Chiropraktik ist die Diagnose und Behandlung von Störungen des Bewegungsapparates so wie deren Prophylaxe. Zur Physiotherapie grenzt die Chiropraktik sich dadurch ab, dass bei ihr manuelle Manipulationen an den Gelenken vorgenommen werden, während dieser Impuls bei der Physiotherapie fehlt.

Anwendungsgebiete der Chiropraktik
Die Chiropraktik kann vor allem bei Funktionsstörungen des Bewegungsapparates Hilfe bringen - egal ob sie durch Unfälle und Verletzungen oder durch Fehlhaltungen, angeborene Fehlstellungen oder Überlastungen entstanden sind. Diese Heilmethode kann sowohl bei akuten als auch bei chronischen Beschwerden Heilung oder Besserung bringen. Einige Indikationen sind:

  • Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle und Ischiasbeschwerden
  • Kopfschmerzen und Nackenverspannungen
  • Schulterschmerzen, Tennisarm und Karpaltunnelsyndrom
  • Knie- und Fußbeschwerden
  • Einschlafen von Gliedmaßen
  • Schwindelanfälle
  • Menstruationsbeschwerden und Muskelverkrampfungen
  • motorische Störungen

Behandlungsweise der Chiropraktik
Ein Charakteristikum der chiropraktischen Behandlung ist ein deutlich hörbares, aber harmloses Knacken, wenn der Therapeut ein Gelenk justiert, also in die richtige Stellung bringt. Behandlungen an der Wirbelsäule sind bereits von Hippokrates bekannt, der beschrieb, wie man mit einem schnellen Ruck die Wirbel dazu bringen kann, wieder die korrekte Lage einzunehmen. Die Gesundheit der Wirbelsäule spielt auch in der modernen Chiropraktik eine große Rolle. Verklemmte Wirbel und verschobene Gelenke sind nicht nur für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verantwortlich, sondern können auch zu Atembeschwerden, Nervenstörungen und Funktionsstörungen der inneren Organe führen.

Es gibt verschiedene Techniken, um die Gelenke in die richtige Stellung zurückzubringen:

  • die Adjustierung, bei der durch den Druck auf das Rückenmark oder die Spinalnerven Luxationen von Gelenken an der Wirbelsäule aufgehoben werden können
  • die Traktion, bei der durch Zug der Gelenkspalt etwas vergrößert wird, was die Versorgung mit Gelenkflüssigkeit erleichtert, und in der Folge zu einer Schmerzlinderung und größerer Beweglichkeit der Gelenke verhelfen kann
  • die Mobilisation, bei der die Gelenkteile parallel gegeneinander bewegt werden, damit das Gelenkspiel wieder reibungslos funktionieren kann
  • durch Dehn- und Entspannungstechniken an den Weichteilen, so dass die Muskeln sich verlängern und dem Gelenkspiel anpassen können
  • durch Reflextherapien, bei denen durch Reizungen bestimmter Punkte Einfluss auf die Muskelspannung, die Schmerzempfindung und das gesamte Nerven- und Organsystem genommen werden kann

Teilweise überschneiden sich die Tätigkeiten eines Chiropraktikers mit denen eines Physiotherapeuten.

Wenn das Risiko von Verletzungen bei chiropraktischen Behandlungen auch sehr gering ist, so kann es in seltenen Fällen doch zu Schädigungen kommen. Vor allem bei Einrenkungen an der Halswirbelsäule ist äußerste Vorsicht geboten. Da an das Wissen und Können des Therapeuten große Ansprüche gestellt werden, entspricht das Studium der Chiropraktik in etwa einem Medizinstudium.

* Für Angaben auf dieser Website wird keine Haftung übernommen. Die bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.

 


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